Sexuelle Schlüsselreize wirken direkt aufs Gehirn

Blätterte eben durch die Mitgliederliste eines Onlineforums, in dem ich auch Mitglied bin. Klickte viele Namen an, die ich kannte. Da entdeckte ich ein kleines Vorschaubildchen rechts neben einem mir unbekannten Frauennamen. Ich klickte auf den Eintrag.

Und dann sah ich das Foto einer Frau mit extrem langen Haaren, einem großen, klug gewähltem Ausschnitt Dekolleté (weil man doch nichts sah) und einem dezenten, aber sehr wirksamen Lächeln.

„Pooooooppen“ brach es laut aus mir heraus. Sehr laut. Und dann lachte ich laut los. Die Dame beherrscht das Spiel mit den Schlüsselreizen sehr gut, das kann ich ihr bescheinigen.

Ich bin nicht einfach zu beeindrucken, muß ich bei dieser Gelegenheit betonen. Geschickt angezogene Frauen finde ich oft sogar reizvoller als nackt sich darstellende Frauen. Und daher überraschte diese Foto mich doppelt. Doppelt gut.

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Was tun, wenn der Sex fehlt?

Bei CareConsulting fand ich heute den einen Artikel, der sich mit dem mutigen Verhalten eines österreichischen Seniorenheims auseinandersetzt, welches eine Prostituierte für einen besonders unbefriedigten Einwohner ins Heim kommen ließ.

Dort sind auch Links zum Thema „Sexualbegleiter“ und „Surrogatpartner“ vorhanden, in die ich mich kurz eingelesen habe. Die beiden genannten Personenrollen bzw. Funktionen kommen – wenn überhaupt – bisher für kranke Menschen und Menschen mit Behinderungen zum Einsatz, um hier dem Grundbedürfnis nach menschlicher Nähe und Sexualität Raum zu geben. Das gefällt mir, das finde ich gut – totschweigen kann man das Thema Sex nämlich nicht.

Es ist aus meiner Sicht übrigens nicht mehr einzusehen, warum eine mehr als offensichtliche Lösung (aktive sexuelle Fachbetreuung) dieses bisher in der Öffentlichkeit ignorierten Themas in den meisten Ländern noch als anrüchig und/oder nicht oder nur eingeschränkt bezuschussungsfähig seitens der Träger eingestuft wird. Im Falle eine Trägerschaft muß natürlich stets die Bedarfssituation geprüft werden, aber wenn ich sehe, was deutsche Krankenkassen heute schon alles abrechnen, würde ich doch eher für mehr Sex und für weniger Medikamente plädieren.

Und das nicht nur für Schwerkranke und Behinderte, womit ich beim eigentlichen Kern dieses Postings angelangt bin. Aufgrund meiner eigenen privaten „Feldforschungen“ zum Thema „Sex“ bin ich über die Jahre zu der Ansicht gelangt, daß sexbezogene Defizite auch bei vielen als nicht-behindert eingestuften Menschen vorhanden sind. Diese Defizite schlagen sehr wohl auf das allgemeine Wohlbefinden durch und äußern sich eher in einem allgemeinen Unwohlsein denn in einer konkret benennbaren Krankheitssituation.

Meine Erfahrungen beschränken sich ausdrücklich auf Frauen. Die meisten Kontakte kamen über das Internet zustande und wurden durch persönliche Treffen oder Telefonate als tatsächlich weiblich verifiziert. Meine nicht-systematischen Befragungen dieser Damen ergaben unter anderem recht häufig den Hinweis, daß der eigene Partner (sofern vorhanden) zum damaligen Zeitpunkt als wenig aufmerksam und vor allem wenig befriedigend in sexueller Hinsicht eingestuft wurde.

Daher war die Bereitschaft seitens der Damen, daß ich ähnlich den beiden oben genannten Rollen/Funktionen aktiv wurde, sehr ausgeprägt. Mir fiel bereits damals auf, daß ich viele Frauen außerdem über einen gewissen Zeitraum quasi aus der Ferne begleitete, bis sich in ihrem Leben große Änderungen der Rahmenbedingungen ergeben hatte. Daraus ergab sich in den meisten Fällen auch eine neue Partnerschaft oder ein neuer Lebensabschnitt – oder am besten beides.

Aufgrund meiner damaligen Lebensumstände habe ich die Rolle dankbar angenommen. Mittlerweile habe ich den Rahmen geändert, bin in eine andere Stadt gezogen, und versuche mich nun an einer Selbstständigkeit.

Im Rahmen der Existenzgründungsplanung im Herbst letzten Jahres blitzte für einen kurzen Moment auch der Gedanke durch meinen Kopf, meine damalige obige Tätigkeit als Ausgangspunkt meiner neuen Selbstständigkeit zu verwenden.

In Richtung Callboy wollte ich mich allerdings nicht verändern. Mein eigener Anspruch ging und geht mehr in die Richtung, das persönliche Erleben der Frauen zu verändern, ihnen Möglichkeiten zu geben, sich selbst in sexueller Hinsicht auszuprobieren, ohne Angst vor der damit einhergehenden Veränderung zu haben. Mir gefiel die Idee grundsätzlich, weil ich das Thema „Sex“ über die Jahre als kraftvollen Lebensbegleiter kennenlernen durfte. Wenn eine Frau wieder richtig aufblühte und vor wiedererwachter Energie nur so strotzte, fühlte sich das auch für mich gut an.

Meine Herbst-Idee setzte daher an der Stelle an, an der es nach meiner Ansicht noch mit am meisten hapert: dem öffentlichen Sprechen über Sex. Wer nicht oder nur sehr verhalten darüber spricht, kann auch nur schwer ausdrücken, was er will, was er sich wünscht, was er begehrt. Daher konzipierte ich im Geiste Kleingruppensitzungen mit maximal drei oder viel Teilnehmerinnen, die sich dem Thema über das gegenseitige laute Vorlesen von erotischen oder eindeutig sexuellen Texten nähern sollten. Es ging also auch darum, die eigene Stimme auszuprobieren. An weitergehende Surrogatpartnerhandlungen dachte ich noch nicht. Es war erstmal die Idee, an die ich mich mangels geeigneter Vorbilder nicht heran wagte.

Und heute nun lese ich den Artikel bei CareConsulting und stelle fest, daß ich mit meiner Idee nicht so ganz neben aktuellen Entwicklungen liege. Dort liegt der Fokus auf denen, die sich nur schwer selbst helfen können (wenn überhaupt), aber die Zielsetzung ist die gleiche: Menschen sexuelle Befriedigung verschaffen, ohne eine personengebundene Partnerschaft zu haben. Und dieses eben nicht nur als rein monetäre orientierte Handlung mit Gewinnerzielungabsicht, sondern auch und gerade unter Einbeziehung der persönlichen Lebensaspekte.

Ein neuer Startpunkt ist gesetzt durch diese Hinweise aus einem „Nachbarfeld“. Die Gedanken in diesem Posting mögen ein wenig wirr sein, aber sie erfüllen ihren Zweck – für mich. Dranbleiben und schauen, was ich tun kann – oder ob ich es lassen sollte. Schließlich bin ich kein ausgebildeter Therapeut, sondern nur ein lebenserfahrener Laie, was den medizinischen und psychologischen Teil angeht.

Schauen wir mal.

Wenn Ärsche sprechen könnten

Sie ging vor mir. Ich ging hinter ihr her.

Sie ging nicht sonderlich schnell. Ich trug meinen frisch aus der Reinigung abgeholten schweren Wintermantel über dem Arm und konnte damit nicht so schnell gehen wie sonst bei mir üblich.

Sie hatte einen wohlgeformter Jeans-Arsch, der fröhlich hin und herwippte. Ich bemerkte diesen nun und wollte plötzlich gar nicht mehr schneller gehen.

Für die nächsten drei Minuten schaute ich leicht verträumt auf diesen Prachtarsch und fragte mich plötzlich, was er mir wohl erzählen würde, wenn er sprechen könnte? Ich phantasierte einfach drauf los und stellte mir die schönsten Sachen vor, die er mir erzählen könnte. Er könnte aber bestimmt auch andere Dinge erzählen, nicht alles, was ein Arsch erleben kann, muß schön sein. Aber hoffentlich die meisten Dinge, war mein nächster Gedanke.

So sinnierend ging ich hinter ihr her, bis sie dann von der langen geraden Straße abbog. Und ich hatte noch keine Antworten, würde sie aber gerne hören.

Also, sprecht zu mir, ihr Ärsche. 🙂

Lauschen angeblich wichtig beim Sex

Junge Liebe, belausche sie.

Belausche sie.

Oahh, belausche mich

Belausche geile Lesbenspiele.

Ganz alleine im Bett, Belausche sie!

Die schärfste Lauschnummer!

(Quelle: Dauerwerbestrecke für Telefonsex im Nachtprogramm von DSF)

So tönt es aus verschiedenen Kürzestspots einer nächtlich laufenden Telefonsex-Dauerwerbestrecke von ca. 25 Minuten Länge im TV-Sender DSF. Die meistens Spots sind nur 5 Sekunden lang und werden jeweils in einer kurzen Doppel-Wiederholungssequenz auf den Zuschauer losgelassen. Alleine dieses Zerhackung in Winzigschnipsel macht das Ganze schon schwer verdaulich.

Angeregt zu dieser erneuten DSF-Sichtung wurde ich im Rahmen der Diskussion meines Fotzenglotzen-Artikels im Blog von ilse bilse. Heute nacht habe ich mal genauer hingehört und es einfach laufen lassen, was sonst angeödet weggezappt wird.

Die massive Verwendung des Wortes "Lauschen" in allen möglichen Varianten fiel mir dabei sehr deutlich auf. Damit soll wohl die voyeuristische Ader in Männern angesprochen werden – wobei scheinbar noch keinem aufgefallen ist, daß ein erfolgreicher Voyeur sein Tun im Regelfall nicht über eine Rechnung aufgeschlüsselt bekommt, sondern eher günstig davon kommt.

Insofern ist es schon wieder lustig, wie sehr auf dem Begriff des "Lauschens" herumgeritten wird, obwohl es sich eigentlich um ein genau definiertes Geschäft mit Leistung und Zahlung handelt.

Und wo wir schon beim Hören sind – warum hören soviele Männer eigentlich nicht mal ihren eigenen Frauen dabei zu? Trauen sie sich das etwa nicht? Oder warum mußte ich so oft hilfsweise zuhören?

Fotzenglotzen

Gestern Nacht verblieb ich beim Durchschalten der TV-Programme kurz beim Beginn einer Karnevalssendung im HR-Fernsehen. Die Funkenmariechen waren gerade dabei, ihre Beine richtig schön hoch zu werfen, damit das Saalpublikum auch was zu sehen hatte.

Da die Kamera immer schön drauf hielt und den Damen auch teilweise genau zwischen die Beine schielte, benamste ich diese karnevalistische Tätigkeit als "Fotzenglotzen". Dieses ganze Drumherum, dieser ganze Aufwand, damit man auch mal Frauen unter den Rock schauen darf – was für ein bigottes Getue.

Wenn, dann richtig, ist meine Ansicht. Wer Frauen nicht nur angezogen sehen will, kann auf genügend andere ganzjährig verfügbare Alternativen zurückgreifen und sollte eigentlich nicht auf die Karnevalszeit warten, damit er mal wieder Frauen mehr als nur in die Augen schauen kann.

BILD weiß was über Sex

"So macht Sex richtig Spaß!" Sagt Sonya Kraus zumindest.

So kreischt es einem heute vom Tittenbl… äh Titelblatt der heutigen BILD-Zeitung entgegen. Wahnsinn! Endlich! Ich wußte es immer! Mein Sex hat mir nur halb soviel Spaß machen können, weil Sonya Kraus mir vorher nicht verraten hat, wie er richtig Spaß macht.

Nun kann ich mich besser fühlen. Tausende von Jahren hatten Menschen nur wenig Spaß beim Sex – danke, Sonya, dank Dir können wir endlich alle richtig ficken, blasen und lecken. Selbst die WELT – natürlich auch aus dem Hause Axel Springer AG – findet heute lobende Worte über das aktuell von der Dame herausgegebene Buch.

Muß irgendwie an ihren Titten und ihrem Arsch liegen, daß die Frau noch im Geschäft ist. Soviel Dummfug, wie die von sich gibt, akzeptiert man eigentlich sonst nicht so widerstandslos. Aber solange die Herren Entscheider noch mit den Augen im Dekollete und den Händen in der Hosentasche entscheiden, erwarte ich auch keine Besserung an der Medienfront.

Wenn ich denn mal ’nen Wichsvorlage brauche, hole ich mir was Richtiges und schaue mir nicht Frau Kraus an. Soll ja auch was bei ‚rumkommen und nicht nur die Verarsche durch ’ne Medientusse.