To schlamp or not to schlamp

Nach Lektüre dieses Beitrags bei frau klugscheisser fragte ich mich, warum die eigene gesteigerte Geilheit für viele Menschen in den warmen Monaten ein Problem darstellt? Männlein wie Weiblein befinden sich dann nicht selten in einem Zustand, in welchem innerlich sabbernd & lechzend nach der nächsten „Jagdbeute“ Ausschau gehalten wird.

Das ist nicht der Ausnahmezustand, das ist der Regelzustand, meine Herren und vor allem meine Damen. Wir sind Teil einer gigantischen sexbasierten Reproduktionsmaschinerie auf diesem Planeten, die uns ihre „Programme“ schon vor sehr langer Zeit eingepflanzt hat. Wer behauptet, er oder sie könne das vollkommen selbstständig steuern, bekommt höchstens besser mit, warum gerade der eigene Fanghaken bei diesem oder jenen Sexualpartner zugeschnappt hat, agiert aber nicht unbeeinflusst.

Der „rote Knopf“ ist also bei den meisten von uns gegenwärtig in gedrückter Stellung befindlich, sobald wir das Sonnenlicht erblicken. Schlimm? Nö! Höchstens schlimm, wie wir damit umgehen. Wir sollten entspannter reagieren und es manchmal einfach tun, ohne viel nachzudenken und zu fragen – natürlich immer im besten Einvernehmen & mit allen Schutzmöglichkeiten.

Ich halte es in diesem Zusammenhang übrigens für eine fürchterliche Bigotterie, Männern häufig wechselnde Partnerinnen zuzugestehen (Attribut „Hengst“), und Frauen wechselnde Partner zu untersagen (Attribut „Schlampe“). Warum soll die eine Seite sich austoben dürfen, die andere aber nicht? Oder dient das eher dazu, den Frauen eigene Aktivitäten zu vermiesen, damit die Männer die Lufthoheit in diesem Spielchen behalten können? Haben Männer etwa Angst, wenn die Frauen nicht nur heimlich, sondern öffentlich mal richtig loslegen würden beim Sex?

Das ist für mich der springenden Punkt – die mangelhafte Sichtbarkeit in der Öffentlichkeit. Je mehr ich mich persönlich damit auseinander gesetzt habe, desto mehr erfuhr ich darüber, wie oft und gerne sich nicht wenige Frauen herzlich gerne die Seele aus dem Leib vögelten und vögeln. Und nur ein Mann war da oft zuwenig, da mussten mehrere ran, natürlich abwechselnd. Allerdings erfuhr ich das auch nur auf Nachfrage.

Anders ausgedrückt: ich kenne nicht wenige Schlampen im obigen Sinne – und das ist gut so. Es gab sogar mal eine Lieblingsschlampe – es machte einfach Spaß, der Dame beim Erzählen über ihre „Fänge“ zuzuhören. Solange niemand unter dieser Form des „Schlampentums“ zu leiden hat, feuere ich sogar noch an, es oft & ausführlich & vor allem laut zu treiben. Das Leben ist kurz genug.

Also, meine Damen – ran an den Speck! Lasst Euch nicht abhalten von Menschen, die Euch einreden wollen, solch ein Verhalten wäre teeniemäßig oder schlampenhaft. Und vor allem – redet auch darüber untereinander. Dann würde nämlich plötzlich auffallen, daß es eigentlich ganz viele sogenannte Schlampen gibt, die eigentlich keine sind.

Sondern viele Frauen, die dem sommerlichen Drang nach mehreren Sex-Partnern nicht krampfhaft zu entkommen versuchen.

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7 Kommentare zu “To schlamp or not to schlamp

  1. Aber immer dran denken:
    erst sagen, dass es nicht gefunkt hat und dass da nicht mehr is als knallharter Sex. Dann erst die kleine klar machen.
    Nicht umgekehrt. Das tut nämlich weh. Wer´s nicht glaubt – ich rate euch davon ab, es herausfinden zu wollen.

  2. Das Statement kann man sowohl an Männer als auch an Frauen richten. Wenn ich es mir aber aussuchen darf, ist das statement aus aktuellem Anlass ersteinmal an die Männerwelt gerichtet.

    Und zur „kleinen“ könnte jede Frau werden – die aufgrund einer rosa Brille das Hirn nicht mehr zu gebrauchen vermag. Aus gegebenem Anlass kann ich mich selber auch als „die kleine“ bezeichnen.

    Erst die kleine knallen, und dann abservieren. Wie niveauvoll. Hat wirklich Stil.

    Und das schlimme daran: ICH fühle mich wie die Schlampe. Und ich hab mitgemacht und kann mich nichtmal beschweren.

    Used.

  3. REPLY:

    An wen richtet sich Dein Statement? Frauen oder Männer?

    Und wer genau ist nun die „kleine“? Auch da fallen mir zwei Möglichkeiten ein.

  4. REPLY:

    Aussuchen darfst? Wozu? Wenn es eine klare Zielgruppe hat, dann sprich diese an – was Du nun auch getan hast.

    Zur Kleinen und zum Kleinen kann jeder werden, die rose Brille kommt bei Frauen bloß häufiger zum Einsatz. Habe ich übrigens auch schon getragen, ist aber mittlerweile ausgeleiert und wird höchstens noch 2 Stunden am Stück getragen.

    Knallen & abservieren: wurde mehr versprochen? Falls ja: klarer Vertrauensbruch zur Erschleichung sexueller Gefälligkeiten – falls nein: siehe Abschnitt Brille.

    Schlampe? Wieso? Wozu? Du hast was ausprobiert, was nicht zum gewünschten Erfolg geführt hat. Das ist nun für Dich natürlich grande malheur, und das fühlt sich mitnichten gut an. Wo ist da die Schlampe? Weil Du mit ihm gevögelt hast? Und?

    Und wieso kannst Du dich nicht beschweren? Zumindest einmal solltest Du den Kerl richtig zusammenscheißen, egal auf welchem Weg (Persönlich, Mail, Telefon …), damit er merkt, das er mies gehandelt hat. Reinfressen bringt nix.

  5. Okay, dann spreche ich die Zielgruppe nocheinmal ohne „wenn und aber“ an. MÄNNER.

    Du kannst deine Brille auf Knopfdruck nach 2 Stunden abnehmen? Oder habe ich das falsch verstanden? Falls dem so sein sollte bin ich nachhaltig beeindruckt.

    Ob mehr versprochen wurde? Ja und nein. Ich würde es eher so bezeichnen: Ich habe vertraut und damit bin ich mehr als nur auf mein Schnäuzchen gefallen, da dieses Vertrauen ausgenutzt wurde. Schamlos ausgenutzt.

    Schlampenhaft fühle ich mich, weil es normalerweise nicht meine Art ist mit einem Menschen den ich sogar noch wirklich gern hab am ersten Tag gleich in der Kiste zu landen. Ausserdem ist bei der Sache vor allem einer auf die Kosten gekommen, und das war nicht ich. Bissl einseitig. Und deswegen fühl ich mich eben „schlampenhaft“ und ausgenützt. Vor allem, weil es auch keine/(kaum) ehrlichgemeinte Zärtlichkeiten gab. Im Nachhinein bereue ich das, was ich getan habe sehr. Der Spruch „Wo die Liebe hinfällt wächst kein Hirn mehr“ hat sich mehr als nur bestätigt.

    Danke für deine Einschätzung überigens. Mail ist in Arbeit

  6. REPLY:

    Antwort morgen, der Tag war heute lang & anstrengend und ich bin gerade mal 20 Minuten zuhause …

  7. REPLY:

    Meine Brille ist aufgrund meiner eigenen Erlebnisse so beweglich geworden, daher kann ich sie so schnell ablegen. Oder ich setzte sie gar nicht mehr richtig auf, vielleicht liegt es auch daran?

    Ausgenutzt & Schnäuzchen – wie lange und wie gut kanntest Du ihn vorher? Konntest Du Dir bezüglich dessen was passiert überhaupt sicher sein, oder war es mehr Wunschdenken?

    Schlampenhaft? Sag ich immer noch „nö“ zu. Über den Tisch gezogen worden? Ja. Nicht viel davon gehabt? Shit happens.

    Auch bei Frauen gibt es einseitige, auf sich selbst fixierte Schnell-Fickerinnen, die wenig bis gar nicht auf das Gegenüber eingehen. Auch wenn ich bisher eher Glück hatte, kamen sie mir doch in unerwünscht hoher Anzahl in die Quere.

    Das hat bei mir zu der Konsequenz geführt, die Meßlatte für das dabei notwendige gute Gefühl deutlich nach oben zu verlagern. Auch wenn der Schwanz dagegen rebelliert – der Kopf behält die Oberhand, wer ins Bett reindarf.

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