Sex im Fernsehen: 3 x ARTE, 1 x RBB (TV-Tipp)

Donnerstag, 21. Juni 2007 um 00.10 Uhr
VPS : 00.25
Wiederholungen : Keine Wiederholungen

Up!
Spielfilm, USA 1976, ARTE F

Adolph Schwartz, dessen verblüffende Ähnlichkeit mit Adolf Hitler nicht von der Hand zu weisen ist, wird in der Badewanne eines malerisch gelegenen Schlosses umgebracht. Derweil macht die vollbusige Schönheit Margo Winchester die Männer einer amerikanischen Kleinstadt verrückt. Aber was hat das eine mit dem anderen zu tun?

(…)

In typischer Russ Meyer-Manier mischt „Up!“ Sex und Gewalt zu einem wilden Cocktail, mit einigen für Meyer ebenfalls nicht unüblichen Nazi-Anspielungen. Außerdem greift der Regisseur Stilmittel des antiken griechischen Theaters auf und lässt eine nackte Frau stellvertretend für eine Art griechischen Chor die Filmszenen zusammenfassen und kommentieren.

(Quelle: Up!- ARTE-Programmvorschau)

Donnerstag, 21. Juni 2007 um 01.30 Uhr
VPS : 01.45
Wiederholungen : Keine Wiederholungen

Tabus, Sex und die Kunst (1/3)
Dokumentationsreihe, Deutschland / USA / Frankreich 2005, ZDF, Erstausstrahlung
Regie: Viktor Stauder

Die Geschichte der Kunst ist voller Tabubrüche. Nacktheit und Sexualität sind endloser Stoff für Grenzüberschreitungen. Aber wer legt die Grenzen fest? Und muss die Kunst sie achten? Oder ist es gerade ihre Aufgabe sie zu überschreiten? „Tabus, Sex und die Kunst“ befasst sich mit Tabubrüchen in der Kunst, die Wirkung gezeigt haben und aktuell zeigen. Die Reihe begleitet Künstler verschiedenster Richtungen bei ihrer Arbeit und lässt sie ihre Haltung zu Sexualität und Erotik an Beispielen ihrer eigenen Werke erläutern.

(Quelle: Tabus, Sex und die Kunst – ARTE-Programmvorschau)

Donnerstag, 21. Juni 2007 um 02.00 Uhr
VPS : 02.15
Wiederholungen : Keine Wiederholungen

Tabus, Sex und die Kunst (2/3)
Dokumentationsreihe, Deutschland / USA / Frankreich 2005, ZDF, Erstausstrahlung
Regie: Viktor Stauder

Die dreiteilige Dokumentationsreihe von Viktor Stauder beschäftigt sich mit Grenzüberschreitungen in der Kunst. Im zweiten Teil werden unter dem Motto „Körper als Abbildung“ Werke so unterschiedlicher Künstler wie Thomas Ruff, Eric Fischl, Edouard Manet und Tom Wesselmann vorgestellt.

(Quelle: Tabus, Sex und die Kunst – ARTE-Programmvorschau)

Fr 22.06.07 00:45 – 01:30

Der Seitensprung
rbb um Mitternacht: Hauptsache Liebe

Peter K. ist Familienvater und seit 20 Jahren verheiratet. Er liebt seine Frau, doch er begehrt sie nicht mehr wie früher. Deshalb sucht er immer wieder sexuelle Abenteuer.

(…)
Aktuelle Umfragen kommen zu dem Ergebnis, dass etwa die Hälfte aller Männer und Frauen ihre Partner schon einmal betrogen hat. Dabei halten 70 Prozent der Deutschen Treue für den wichtigsten Wert in ihrem Leben.
„Den Stress, etwas voreinander verheimlichen zu müssen, können wir uns nicht vorstellen“, sagen Bärbel Schlender und Erhard Söhner. Sie führen seit 15 Jahren eine offene Beziehung, machen – auch vor ihren Kindern – keinen Hehl aus ihrer Liebe zu anderen Partnern.

(Quelle: Rundfunk Berlin-Brandenburg | rbb Fernsehen – Programmübersicht: Der Seitensprung)

Kaum werfe ich mal nach Wochen der Nichbenutzung einen Blick in die elektronische Fernsehzeitung, schon tauchen vier Sendungen rund um das Thema Sex an einem Abend auf.

Alle Sendungen kommen heute abend oder heute nacht, dabei nicht von den Tagesangaben ins Bockshorn jagen lassen, denn jeder Sender schlägt Nachtsendungen mal dem einen und mal dem anderen Wochentag zu.

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Geile Glaser

Gestern wartete ich an einer gut frequentierten U-Bahnstation hier in Hamburg auf die nächste Bahn. Da ich nahe zur Haupttreppe stand, gingen viele leckere Damen an mir vorbei.

Als ich den Blick mal abwenden konnte, sah ich aus den Augenwinkeln das Werbeschild eines Glasers, welches für Einrahmungen warb. Ich las allerdings im ersten Moment Einsamungen, war dann verwundert und schob diesen geistigen Aussetzer auf die knackigen Damen.

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Magische Stripperin (Posting in German only)

Diesen Auftritt von Ursula Martinez entdeckte ich gestern Abend. Er fand im Rahmen des kanadischen Comedy-Festivals „Juste pour rire“ (siehe auch Wikipedia-Eintrag) 2006 in Montreal statt.

Mir gefällt dieser Auftritt aus folgenden Gründen:

  • sie zieht sich auf der Bühne aus und kommt dabei absolut souverän rüber, nicht verschämt oder anmachend
  • sie schneidet wundervolle Grimassen, ohne die die Nummer nicht halb so lebendig wäre
  • sie bockt im Rhythmus zu den Paukenschlägen mit den Hüften nach vorne, auch als der Slip dann gefallen ist
  • die Musik ist absolut passend dazu ausgewählt, ein toller Ohrwurm, der ebenfalls einzelne Handlungen klasse unterstreicht
  • das Publikum in Montreal lacht und macht klasse mit
  • keine Saalordner zerren die Frau von der Bühne, was ihr vermutlich in den USA passiert wäre

Ich wollte mehr über eine Frau wissen, die bei einem Comedy-Festival auf die Bühne stapft und sich einfach auszieht.

Nur die englische Wikipedia weist einen Artikel über sie auf. Sie ist eine Künstlerin mit Sitze in London, hat einen englischen Vater und eine spanische Mutter und ist vor allem für ihre nackten Auftritte und ihre Stücke mit Nicht-Schauspielern bekannt.

Ihre eigene Webseite weist Werke im Bereich Theater, Kabarett, Events und Film/Video auf. Der obige Magie-Strip stammt aus dem Bereich Kabarett und trägt den Namen „Hanky Panky„. Sie arbeitet bisher oft im Bereich des experimentellen Theaters und schreibt eigene Stücke, bei denen einige sich ausdrücklich um sexuelle Themen aller Sorten drehen.

Es ist also keine einfache Stripperin, die da mal eben einen Zaubertrick vorführt, sondern eine ausgewachsene Künstlerin, die den Mut und das Standing dafür besitzt, so eine Nummer auf der Bühne, vor Saalpublikum und vor der Kamera durchzuziehen.

Und das gefällt mir am meisten daran. Sie baut die Nacktheit als etwas ganz Selbstverständliches in die Nummer ein. Jedes Kleidungsstück ist ja ein Versteck für das Tuch – also weg damit. Aber das Tuch kommt wieder, so daß sie immer weiter gehen muß.

Die letzte Konsequenz traut ihr wohl keiner zu – aber der Slip fällt, und sie geht auch vollkommen nackt an den Bühnenrand und bockt wieder so nett nach vorne.

Beim Studieren der Zuschauergesichter habe ich mich gefragt, wieviele im Saal wohl auch gerne mal so souverän und angstbefreit auf der Bühne stehen möchten. Es dürften nicht wenige gewesen sein.

Nachtrag, 17.06.2007, 22:56 Uhr:
Dieser Artikel aus dem britischen Guardian Unlimited hat mir zu meiner Freude gezeigt, daß ich Ursula Martinez Anliegen ziemlich gut verstanden habe. Bei ihren Striptease-Performances geht es ihr um den Wegfall von Angst und auch darum, einen Striptease sehr deutlich anders rüberzubringen, als eine Form des Erstarkens (besser kann ich es nicht übersetzen).

Allerdings ist sie durch das Auftauchen des obigen Videos im Internet auch konsterniert, denn dadurch wird ihr das Überraschungsmoment genommen, was sie bei ihren bisherigen Auftritten immer auf ihrer Seite hatte – sie hat nun die Kontrolle darüber verloren. Und nach ihrer Ansicht lebt die Nummer sehr stark davon, daß sie die Kontrolle hat.

„Wichsende Witwen“

Der Film transportiert eine interessante Moralkritik. Er zeigt, wie die Menschen nicht nur in ihren sozialen Umständen, sondern auch in den dazugehörenden Konventionen, den menschlichen Reflexions- und Verhaltensweisen gefangen sind wie in einer unsichtbaren Falle. Die bürgerliche Gesellschaft offenbart sich als ein System, das zunehmend alles und jeden prostituiert und dessen Protagonisten dennoch meinen, Prostitution als etwas Perverses und Abnormes ächten zu müssen.

(Quelle: Telepolis: We are all Prostitutes)

Der Film „Irina Palm“ mit Marianne Faithfull läuft diese Woche in den deutschen Kinos an. Die obige zitierte Filmbesprechung hat sich auch des gesellschaftlichen Rahmens angenommen, der solche Zustände wie im Film produziert – unsere Verhältnisse.

Wir doofen Deutschen lassen uns ja mittlerweile auch gerne in das reindrücken, was die Engländer bereits ausbaden dürfen.

„Leipzig – Sex and the City“ (TV-TIPP für jetzt)

Sex im Sozialismus | MDR FERNSEHEN | 12.06.2007 | 22:05 Uhr
Leipzig – Sex and the City
Zweimal im Jahr war Leipzig zu DDR-Zeiten eine Stadt im Ausnahmezustand. Die Provinzmetropole fühlte sich zu den jährlichen Frühjahrs- und Herbstmessen mit der dazu angereisten internationalen Gästeschar als Weltstadt.

(Quelle: Leipzig – Sex and the City | MDR.DE)

Aufnahme läuft gleich auf den Festplattenrekorder. Schauen wir mal. 😉

Erwachsenenspielplätze zum Fummeln

Nachdem ich eben auf einer ruhige Nebenstraße einer Frau mit wackelnden Titten begegnete, an die ich ihr gerne gegangen wäre, frage ich mich, warum es eigentlich keine Spielplätze für Erwachsene gibt?

Wo man sich balgen könnte, mit den Titten der Frauen spielen könnte, sich sonstwohin grabschen würde – aber nicht zwangsläufig Sex hätte.

Soll heißen, daß es um Körperlichkeit gehen kann, auch um Nähe (also nicht mit jeder x-beliebigen Person), aber nicht zwangsläufig um den sexuellen Akt an sich. Berühren, streicheln, grabschen, oder einfach nur dicht beieinander sitzen – alle Abstufungen, die drin sind, bloß eben nicht der letzte Schritt. Und ausdrücklich nicht zuhause in der Abgeschiedenheit der eigenen Wohnung – sonst lernt man ja nichts von den anderen Anwesenden.

Mir schwant nämlich, daß es vielen Menschen oft „nur“ um den Wunsch nach körperliche Nähe geht, welcher für viele seltsame Auswüchse unserer westlichen Gesellschaften verantwortlich ist. Und ich habe den Eindruck, daß gerade die Werbung und viele Medien diesen Mangel nach Kräften ausnutzen.

Mir fiel auch auf, daß ich eigentlich keinen Bock auf Sex mit der oben erwähnten Frau hatte, aber gerne mit den Möpsen einfach nur spielen wollte, weil sie so nett hüpften.

Ich werde noch weiter darüber nachdenken müssen, es ist noch ein recht unfertiger Gedankengang.