Ausziehn, ausziehn (Theatertipp)

Regisseurin Gerburg Jahnke („Missfits“) hat den neuseeländischen Bühnen-Knüller „Ladies Night“ – der als britische Version unter dem Titel „Ganz oder gar nicht“ Kinoerfolge feierte – ins Ruhrgebiet verpflanzt und die Figuren ihren Darstellern auf den Leib geschrieben. Ihre Jungs heißen nicht Craig, Wesley, Graham oder Gavin, sondern Guido, Günni, Paco, Heiner, HP und Omega. Bevor sie den Chippendales Konkurrenz machen und die heimische Damenwelt in Ekstase versetzen, müssen die Nachwuchs-Stripper noch einige Probleme klären: Untereinander, mit ihren Frauen, den Kollegen und mit sich selbst.

(Quelle: Schmidts Tivoli: GANZ ODER GAR NICHT – Ladies Night)

Die Werbung für obiges Stück sah ich heute auf einem HVV-Bus. Und dann fiel mir ein, daß ich zumindest den Schlußstrip schon mal vor ein paar Monaten gesehen hatte – in der Sendung Ladies Night mit eben jener Gerburg Jahnke.

Geh‘ ich rein oder nicht? Der englische Kinofilm hat mir damals sehr gefallen – und nun kann man es sogar live und an deutsche Verhältnisse angepasst sehen, warum also nicht?

Welche Frau aus Hamburg geht mit rein, wenn ich die Karte spendiere? Bereits damals gab es nämlich Damen, die nicht in den Kinofilm rein wollten …

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Liebte der Osten anders? (TV-TIPP: PHOENIX)

Die Gruppe der sexuell Aktiven, die mehr als viermal pro Woche mit ihren Partnern verkehren, war mit 38 Prozent in der provinziellen DDR genau doppelt so hoch wie im Westen. Und nicht nur die Beischlafhäufigkeit, auch die erotische Experimentierfreude schien ungleich ausgebildet. Immerhin hatten bereits 1972 bei einer repräsentativen, aber nie veröffentlichten Umfrage unter Leipziger Studenten fast sieben Prozent zu Protokoll gegeben, sie hätten schon an Partys teilgenommen, auf denen Sexpartner getauscht wurden.

(Quelle: PHOENIX – Liebte der Osten anders?)

Sendetermin
Fr, 06.07.2007, 22.15 Uhr

Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich das nicht schon kenne, daher nehme ich das nochmal auf.

Nachtrag, 06.07.2007, 18:39 Uhr:
Äh, habe ich doch schon aufgenommen, aber noch nicht geschaut, daher kam es mir vom Namen her bekannt vor, aber inhaltlich nicht so ganz … 😉

Topless or not – that is the question (Posting in German only)

Gestern stand ich anlässlich eines sehr interessanten Gesprächs recht lange am Hamburger Rathausmarkt.

Dabei fiel mir aus den Augenwinkeln auf, dass scheinbar der „Tag der prallen Möpse“ stattfand, denn noch nie hatte ich einen derartig hohen Anteil von so brustreichen Damen in so kurzer Zeit gesehen. Mit diesem erfreulichen Eindruck von gestern im Kopf erblickte ich heute beim Einkaufen auch den einen oder anderen tieferen Ausschnitt.

Und da kam in mir die neugierige Frage auf, was passieren würde, wenn Frauen plötzlich auch mit freiem oder zumindest extrem gering bekleidetem Oberkörper in der Öffentlichkeit bewegen könnten, ohne daß jemand daran Anstoß nehmen würde. Die zur Schau gestellte Großmopsigkeit deutet zumindest auf eine derartiges Bedürfnis hin, auch die tiefen Dekolletés erscheinen mir als abgeschwächter Vorzeigewunsch mit ähnlicher Absicht.

Abgesehen von sportlichen Gründen (Joggen u.ä.) oder den Situationen, wo Berufs- oder Schutzbekleidung benötigt wird, sollte es doch in allen anderen Situationen grundsätzlich möglich sein – so meine Überlegungen. Männer machen es außerdem im Sommer auch – wieso diese Ungleichbehandlung in diesem Punkt?

Dabei hatte ich auch diesen Artikel aus dem ZEIT-Sexblog im Kopf, der allerdings nur die Situation in den USA darstellt, wo ja schon das öffentliche Stillen von Kindern als anstößig gilt in bestimmten Bevölkerungskreisen.

Aus diesen ganzen Gedankengängen heraus kam ich zu folgender Frage, die ich hier meine Leserinnen stelle: wenn ihr topless durch die Gegend laufen könntet in Alltags-Situationen wo keine klimatischen Gründe (Hitze, Kälte, Nässe) oder die oben dargestellten Ausnahmen vorliegen – würdet ihr es machen, wenn ihr keine Nachteile zu befürchten hättet?

Oder anders gefragt: Titten raus, weil es Spaß bringt – wer macht mit? Ich habe irgendwie nämlich immer öfters den Eindruck, von nicht wenigen Damen mit leise unterdrücktem Hang zum Exhibitionismus umgeben zu sein.