Schweden: Frauen fordern oben ohne im Schwimmbad

Warum unbedingt oben ohne? Die jungen Frauen sehen den Zwang, ihre Brust zu bedecken, als Symptom der Übersexualisierung von Frauenkörpern. „Es ist diskriminierend, dass Frauen ein Oberteil an der Badebekleidung haben müssen, während Männer mit freier Brust baden dürfen“, sagte die Aktivistin Sanna Ferm der Sundsvaller Lokalzeitung „Dagbladet“. Beim Schwimmen sehe man den Busen ja gar nicht, argumentierten die Frauen. Die Aktionen sollten eine öffentliche Debatte anstoßen und dazu beitragen, dass weibliche Formen endlich sexuell „entdramatisiert“ werden.

(Quelle: SPIEGEL Online: Schwedinnen dürfen sich die Blöße geben)

Nachdem ich vor ca. einer Woche selbst im Schwimmbad war und mal wieder gesehen habe, wie wenig verhüllend Bikini-Oberteile sind, ist die Forderung der Schwedinnen eigentlich die logische Konsequenz. Es ist im Grunde sinnlos, und es widerspricht dem Gleichheitsgrundsatz. Wo Männertitten zulässig sind, sollten Frauentitten es auch sein.

Und alles andere zu diesem Thema habe ich bereits im Juli 2007 geschrieben, wie ich eben selbst gerade wieder entdeckt habe.

Bitte dort weiterlesen, auch in den Kommentaren habe ich meine diesbezüglichen Überlegungen weiter ausgeführt.

Fummel-Schwimmbad

Freitag abend besuchte ich erstmalig das Hamburger Holthusenbad.

Ein schönes altes Schwimmbad, hübsch modernisiert. Und vor allem am späten Freitagabend ein Fummeltreff, wie es den Anschein hatte. Kurz nach 20 Uhr wurde in der oberen Halle das Licht gedimmt, Kerzenleuchter mit echten Kerzen aufgestellt und mehr oder weniger geschmackvolle Musik eingespielt.

Gleichzeitig wurden haufenweise Schwimmnudeln am Beckenrand bereitgestellt, die vor allem bei den vielen anwesenden Pärchen sehr beliebt war. Die meisten brachten sich und/oder den Partner in einen schönen Schwebezustand, der die Gedanken zum freien Spiel einlud. Und scheinbar auch die Hände.

Zu erwähnen ist noch das kleine abgetrennte Liegebecken mit sehr warmen Wasser am oberen Ende, weil es dort noch dunkler ist und man dort bequem nebeneinander liegen kann. Oder auch mehr tun kann, sofern das nicht jemand anderes missbilligt.

Außerdem bietet das Holthusenbad unter dem Titel Private EntSPAnnung viele Angebote für Paare an, die sich zumindest schon mal interessant lesen.

Abkühlen kann man sich dann unten in der Wellenhalle oder im Außenpool, den ich aber bei -5° Celsius dann doch ausgelassen habe.

Insgesamt also ein schönes Angebot, auf welches ich auch mal mit Begleitung zurückkommen werde, sobald es mir passend erscheint.