Leidenschaft umlenken

Die große Leidenschaft, mit der viele deutsche Männer gut hörbar während der Fußball-Europameisterschaft vor den Fernsehern gesessen haben, sollten sie auch an anderer Stelle zeigen.

Und zwar bei ihren Partnerinnen, die sich bestimmt sehr über solche lauten und kraftvollen Männer im Bett freuen würden. Dort verbratene Energien sind bestimmt förderlicher für die Partnerschaft als das elendige Herumhocken vor der Glotze.

Ach ja: olé España! 😉

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Religion & Toleranz – beim Sex hörts auf

Zur Parade hatte die Schwulen- und Lesbenorganisation Gemini aufgerufen. Ihre Chefin, Aksinija Gentschewa, klagte kurz vor der Parade, sie habe Morddrohungen erhalten. Die christlich-orthodoxe Kirche sowie das Oberhaupt der bulgarischen Muslime hatten die Veranstaltung abgelehnt. Der Austragungsort wurde gleich zweimal verlegt. Regierungschef Sergej Stanischew sagte, er sei tolerant gegenüber Menschen, die in religiöser, sozialer oder anderer Hinsicht anders seien, doch die „Demonstration dieser Ausrichtungen“ gefalle ihm nicht.

(Quelle: Attacken auf Schwule in Tschechien und Bulgarien | tagesschau.de)

Ja, ja, die großen Religionen. Zwar hier mal „nur“ in Bulgarien, aber sehr bezeichnend, daß sich der Regierungschef und die Religionsoberhäupter unisono & übergreifend gegen die Gay-pride-Veranstaltungen aussprechen. Ist mir immer noch ein Rätsel, wie solche Länder in die EU reindurften, wenn die Mindeststandards für Menschenrechte eigentlich mit Füßen getreten werden – bei der Türkei wird ja gerne noch in dieser Richtung gemauert.

Hier in Deutschland ist man zumindest auf dem Papier schon deutlich weiter, auch wenn die rechtliche Gleichstellung von Schwulen und Lesben immer noch einen weiten Weg vor sich hat. Was allerdings überall gleich zu sein scheint, ist die ablehnende Haltung der religiösen Führer.

Daher lehne ich nach wie vor jede zentralistisch geführte Religion ab, die mir ins Bett nachsteigt und mir sagen will, was ich dort zu treiben und zu lassen habe. Alles, was zwei (oder mehr) erwachsene Menschen einvernehmlich und zwangsfrei miteinander treiben wollen, kann nicht Gegenstand religiöser oder politischer Einflussnahme sein. Glauben – gerne, Regel – nein!

Schlipshemdchen

Stand eben im Schlafzimmer. Starrte auf den Kleiderbügel, an dem fünf alte, nicht mehr zu rettende Business-Schlipse lang herunterhingen. Und stand gleichzeitig vor dem 2 m hohen Spiegel und sah mich in voller Größe darin. Dann kam mir eine Idee und ich verschmolz mehrere Bilder in meinem Kopf zu einem.

Ich würde gerne eine Frau fotografieren, die nur diese fünf Schlipse tragen würde, und sonst nichts. Alle fünf sollten mit üblichen Schlipsknoten am Hals befestigt sein, und zu allen Seiten lang herunterhängen – so wie am Bügel. Dabei würde sie aufrecht und frontal zur Kamera stehen – so wie ich vor dem Spiegel.

Das könnten sehr schöne Licht-Schattenbilder werden, vor allem in Verbindung mit der Nacktheit und gut gesetztem Licht.

Wie ficken denn die anderen?

Schimpansinnen suchen geheimen Sex mit vielen Partnern

Weiblichen Schimpansen ist Sex mit vielen unterschiedlichen Partnern wichtiger als die Bindung an das stärkste Männchen. Die Weibchen handeln so, um ihre Babys zu schützen.

(Quelle: Verhaltensforschung: Schimpansinnen suchen geheimen Sex mit vielen Partnern – Wissenschaft – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten)

Aha. Weibliche Schimpansen treiben es also mit vielen Männchen. OK, sollen sie machen. Laut dem Artikel verfolgen sie damit ein erkennbares Arterhaltungsziel, es ist also erklärbar, warum sie das tun.

Nur – was interessiert es uns Menschen, wie und was andere Spezies so treiben? Warum tauchen solche und ähnliche Berichte mit schöner Regelmäßigkeit in allen Publikumsmedien auf? Und warum wird in diesen Berichten sehr oft der Vergleich mit dem Menschen gesucht, entweder unterschwellig, oder sogar ausdrücklich?

Speziell bei Affenarten wird meistens der jeweilige Grad der Menschenähnlichkeit herangezogen, um zu zeigen, wie ähnlich sie uns sind. Aber warum?

Für mich sind solche Berichte einerseits natürlich sensationsheischende Aufmacher, die vor allem Zuschauer oder Leser anziehen sollen. Andererseits dienen solche Artikel auch immer wieder gerne als Prüfstein für die eigenen Moralvorstellungen, die vor allem in westlich geprägten Gesellschaften beim Umgang mit Sexualität auch heutzutage stark von Restriktionen geprägt sind.

Anhand des jeweils dargestellten Umgangs der Tiere mit Sexualität und Fortpflanzung kann man sich dann schnell auf die eine oder die andere Seite schlagen. Handelt der Artikel von eher monogamen Tieren, fühlen sich alle die bestätigt, die auch selbst eine eher monogame Lebensführung vorziehen.

Die Fraktion der eher polygam orientierten Menschen hingegen freut sich jedesmal über Berichte, bei denen die feste Bindung an einen Sexualpartner kaum oder gar nicht vorhanden ist, und ein nach menschlichen Maßstäben eher freier Umgang mit Sexualität praktiziert wird.

Die Berichte dienen also auch oft als Bestätigung der jeweils eigenen Wunschvorstellungen, die man dann mehr oder weniger wissenschaftlich fundiert belegt bekommt.

Tja, aber wozu brauchen wir eine wissenschaftliche Absicherung? Sind wir als Menschen nicht so frei in unseren Entscheidungen, uns für das eine oder das andere Lebensmodell (monogam vs. polygam vs ….) zu entscheiden? Oder sind wir uns im Grund unseres Herzens so unsicher über unsere eigenen naturgegebenen Wünsche, dass wir erstmal bei anderen Spezies nachschauen müssen?

Zu letzterer Ansicht tendiere ich immer öfters, denn anstatt die eigenen Wünsche umzusetzen, unterwerfen sich viele nach außen den gesellschaftlichen Regeln, um dann im Geheimen einen eher eigenen Ansatz zu verfolgen. Da es keinen breiten öffentlichen Diskurs über die tatsächliche Bandbreite an möglichen menschlichen Zusammenlebensformen gibt, muss immer mal wieder die Tierwelt herhalten, um uns zu zeigen, wie es einfach laufen könnte.

Im Grunde haben solche Berichte Stellvertreterfunktionen. Anstatt mal die Menschen um sich herum zu fragen, wie sie es denn so treiben, weichen wir auf die Tierwelt aus, natürlich aus „rein wissenschaftlichen Motiven“.

Wir schauen also lieber andere Spezies beim wie auch immer gearteten Sex zu, forschen aufwendig nach deren Motiven, und lassen es uns selbst weniger gut gehen, weil wir uns nicht trauen, so zu sein, wie wir es uns wünschen.

Und dabei wissen wir nach wie von immer noch zuwenig über uns selbst, weil gesellschaftliche Moralvorstellungen, die nur von wenigen geprägt, aber von vielen gelebt werden, uns davon abhalten.

Neue Freunde in der Hose

Habe mir drei neue Boxershorts gekauft. Und eben die anhängenden Schildchen abgeschnitten. Danach nahm ich sie in eine Hand, um sie gemeinsam zu entsorgen, wobei sie dicht zusammenlagen. Noch eine Handbewegung, und weg sollten sie sein.

Doch halt! Zum ersten Mal las ich die Produktnamen auf den Etiketten:

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QuickPost

Gerd, Ernest und Erik würde ich also demnächst drunter tragen? Ich lachte. Die Namen waren denen aus IKEA-Katalogen ziemlich ähnlich. Zudem hatte ich noch nie Unterwäsche mit Männernamen gesehen. Aber nun gut, dachte ich.

Und plötzlich kam ich auf die doofe Idee für einen Anmachspruch:

„Hey Baby, mein Freund Erik/Ernest/Gerd will Dich kennenlernen, hast Du Zeit?“ 😉

Vorbildlich bei Stimme

Heute Nacht hat mal wieder eine Nachbarin alles gegeben.

Aber keine aus meinem Haus. Aus irgendeinem der Nachbarhäuser kam gegen 20 vor 2 für mindestens eine Viertelstunde lautes Stöhnen, welches auf einen guten Fickrhythmus Rückschluss erlaubte, so schnell kamen ihre Einzelstöhner. Und auf einen tauglichen Stecher.

Da ich in einer reinen Mehrfamilienhaus-Gegend mit hoher Einwohnerdichte wohne, und gleichzeitig der Stadtteil durch den hohen Frauenanteil im gebärfähigen Alter (15 bis 44) gemäß Statistischem Landesamt zu den diesbezüglichen TOP-Stadtteilen gehört (PDF), erwarte ich noch mehr Nachahmerinnen in den nächsten Wochen.

Dann mal ran, meine Damen. 😉