Sex-Vorschriften gehören nicht in Arbeitsverträge

Er hätte einiges beizutragen zu den aktuellen Themen der Zeit: „Wir haben eine Bundeskanzlerin, die ist wieder verheiratet. Wir haben einen Außenminister, der jetzt gerade eine eingetragene Lebenspartnerschaft eingegangen ist. Sollte es wirklich so sein, dass Kirchenangestellte, wenn sie geschieden sind, nicht so leben dürfen wie die Repräsentanten des Staates? Das kann ich mir nicht vorstellen.“

(Quelle: Urteil: Kündigung wegen Ehebruchs ist rechtswidrig | tagesschau.de)

Endlich mal ein zeitgemäßes Urteil! Mir war es schon seit Jahren schleierhaft, warum die katholische Kirche ihren Mitarbeitern in die persönliche private sexuelle Lebensführung reinpfuschen darf – und von Staats wegen durfte. Das ganze diesbezügliche Geseiere vom Tendenzbetrieb kann ich nicht mehr hören, vor allem wenn dadurch hinten herum Menschen- und Arbeitnehmerrechte ausgehebelt werden und wurden. Solange die geschuldete Arbeit gemäß Arbeitsvertrag geleistet wird, darf und kann nach meiner Ansicht niemand darüber hinaus gehenden Gehorsam verlangen, vor allem nicht für das persönliche Sexualverhalten.

Warum lassen sich eigentlich überhaupt noch soviele Menschen von der katholischen Kirche knechten? Doch nur, weil man ihnen neben der geistliche Macht auch die weltliche Macht in Form von Geld und Besitz überlassen hat, mit der sie heute nicht nur mehr Gutes tun. Ohne dieses Druckmittel wären sie bald auch nur eine von vielen Kirchen …