Aufklärung tut not – immer wieder

Im Tagesspiegel wurde ein Comic besprochen:

Liv Strömquist diskutiert in „Der Ursprung der Welt“ die Tabuisierung der Vulva, gibt feministischer Theorie ein neues Gewand und demonstriert das Potential des Comics für grafische Essays.

http://www.tagesspiegel.de/kultur/comics/der-ursprung-der-welt-die-wahre-groesse-der-klitoris/19959222.html

Das Buch ist schon mal auf meine Vormerk-Liste gewandert.

 

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Männer und vorgespielter Orgasmus

Mit großem Vergnügen habe ich gerade das Buch „Alltagsskizzen“ (ISBN: 978-3-8303-3115-5) von Harm Bengen gelesen. Eigentliche eher angeschaut, denn es ist eine hübsche Zusammenstellung seiner bereits in Tageszeitungen und an anderen Stellen veröffentlichten Cartoons.

Zum Glück sind einige der Cartoons aus dem Buch auch online verfügbar, so dass ich eine kleine – zu diesem Blog passende – Auswahl vorstellen kann.

Besonders gefallen hat mir diese wundervolle Umsetzung einer Redewendung:

Was habe ich gejohlt, als ich das gelesen & gesehen habe. 🙂

Weitere diesbezügliche Highlights waren für mich:

Die verlinkten Cartoons stammen aus der Toonpool-Galerie, wo sich viele weitere davon befinden. Gefallen hat mir auch die Vielzahl von Cartoons mit Bezug zur aktuellen Tagespolitik, die in Zeiten der Finanzkrise nicht oft genug auf den Punkt gebracht werden kann. 😉

Kurzbesprechung: „Sticheleien“ von Marjane Satrapi

Habe gerade zum zweiten Mal ein schönes Comicbuch gelesen: „Sticheleien“ von Marjane Satrapi.

In dieser gezeichneten Geschichte sitzen mehrere Frauen im Iran nach dem gemeinsamen Mittagessen zusammen und sprechen über Männer, Sex, Jungfräulichkeitsvortäuschung und allem, was sie persönlich bewegt. Weil dabei kein Mann anwesend ist, werden viele Dinge nicht nur an- sondern auch ausgesprochen.

Mir hat das Buch auch beim zweiten Lesen (mit 2,5 Jahren Abstand) wieder sehr gefallen, weil die Frauen sehr unverblümt über ihre sexuellen Wünsche und Anforderungen gesprochen haben. Und darüber, wie oft die Männer doch oft die Raffinesse beim Sex vermissen lassen, oft durch einfache Hau-Ruck-Nummern, am Besten noch im Dunkeln. Und sie zeigen, wie gut sich Frauen darüber austauschen können, sofern sie nicht ständig eine Moral-Schere im Kopf haben.

Warum ich das so ausdrücklich erwähne? Durch viele Gespräche mit Frauen habe ich mitbekommen, dass sich viele Frauen genau das nicht trauen, sich so detailliert mit anderen Frauen auszutauschen, auch und gerade über die sexuellen Aspekte, die nicht so gut laufen in der Partnerschaft. Bei den wenigen, die sich dieses dann doch endlich mal getraut haben, ist dann erfreulicherweise festzustellen, wie das eigene Selbstbewusstsein gewachsen ist, und die eine klarere Zielperspektive entstanden ist. Nicht immer zum Vorteil für die jeweiligen Männer, aber immer im Sinne der jeweiligen Frau, um mehr Befriedigung und somit mehr Zufriedenheit zu erreichen.

Ein schönes Buch, angenehmen gezeichnet und getextet, mit einem sehr menschlichen Blick auf Sex.

Weitere Buchbesprechungen finden sich hier:

Illustration: wichsende Frau

Das folgende bezaubernde Bildchen entdeckte ich gestern einem Comic-Buch aus der Bücherei:

(Klick mich!)
(Quelle: Matticchio – Sinnlos (Sensa Senso), Arrache Coeur, ISBN-10: 3-907055-37-3)

Es stammt aus der Geschichte „Armdrücken“, in der fortlaufend jeweils in einem Bild ein ziemlich merkwürdiges Ereignis dargestellt wird, dessen Bildunterschrift auf “ (…), während …“ endet. Somit passiert im Grunde alles gleichzeitig. Die oben dargestellte Frau ist das vierte von insgesamt 16 Zeichnungen.

Mir gefällt daran vor allem die sprachliche Doppeldeutigkeit, die mit der bildlichen Doppeldeutigkeit eine wundervolle Einheit darstellt. Auch die Umsetzung als Federstrichzeichnung hat mir sehr gefallen, da damit alle Licht- und Schattensetzungen nur durch enge oder weite Striche dargestellt werden.

Mehr zu diesem Buch:
– Listung bei comicguide.de
– Rezension in der Schweizer WOZ

Ehe brechen, Freunde finden

Soeben entdeckte ich bei Ruthe.de diesen Comicstrip (dort aufs Bild klicken), in welchem der Ehemann einen sehr souveränen Umgang mit der vorgefundenen Situation zeigt.

Anstatt daß er bald zwei Personen weniger in seinem Leben hat, lernt er lieber eine Person mehr kennen. Finde ich sehr vernünftig von ihm – diesem Beispiel sollten viel mehr Menschen folgen.

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Sex als Sinn des Lebens

Biologisch gesehen ist der Sinn des Lebens die Art zu erhalten, sich fortzupflanzen und irgendwie die Zeit zwischen dem letzten Orgasmus und dem nächsten zu überbrücken. Welche Rolle Homosexuelle dabei spielen, vermag ich an dieser Stelle nicht zu sagen …

(aus: Ralf König: … und das mit links!, Seite 81, ISBN 3-551-78182-6)

Der ersten Aussage kann ich voll und ganz zustimmen. In letzter Zeit frage ich mich immer häufiger, warum wir noch soviel von dem anderen Quatsch machen – Kriege, Politik, Raumfahrt und das ganze andere Gedöns.

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