Brasilien: Kirche und Kinderficker (Update 1)

Bei einer erst neunjährigen Brasilianerin sind am Mittwoch Zwillinge abgetrieben worden.

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Die katholische Kirche Brasiliens hatte gefordert, das Mädchen solle die Zwillinge austragen. Der Rechtsanwalt der Erzdiözese von Olinda und Recife, Marcio Miranda, sagte: „Wir halten das für Mord. Das Gesetz Gottes lautet: Du sollst nicht töten.“

(Quelle: Hamburger Abendblatt: Neunjährige treibt nach Vergewaltigung Zwillinge ab)

Ein sexuell missbrauchtes Mädchen sollte die Schwangerschaft austragen, welche ihr vergewaltigender Vater verursacht hatte. Hallo? Gehts noch, liebe katholische Kirche in Brasilien? Ein Kind soll Kinder bekommen? Das Drama des Opfers soll noch verlängert werden? Und die Kindesmutter soll vorsätzlich gefährdet werden, da in diesem Alter grundsätzlich von einer Risiko-Schwangerschaft auszugehen ist, zumal auch noch Zwillinge anstanden?

Ich glaube, es hackt!

Und diese verlogene Begründung mit dem „Gesetz Gottes“ geht mir besonders auf den Sack. Die Verfechter der nach meiner Ansicht schon immer willkürlichen Einstufung eines Schwangerschaftsabbruchs als Tötung zeigen in diesem speziellen Fall erneut ihr pervertiertes Gesicht. Unter Missachtung aller gesellschaftlichen, medizinischen und psychologischen Erkenntnisse wollen sie einfach nur ein Gebot durchpauken, egal wie schlimm die Umstände der Zeugung waren und egal was dabei mit dem Opfer passiert. Nächstenliebe? Pustekuchen!

Das sie mit dieser lausigen Nummer eigentlich selbst gegen das dritte Gebot verstoßen (Du sollst den Namen Gottes nicht missbrauchen.) ist diesen Flachpfeifen wohl noch nicht aufgefallen. Aber was will man von Menschen erwarten, welchen eine Geburt wichtiger ist als ein Kindesmissbrauch?

Update 1 vom 6. März 2009, mittags

Die katholische Kirche in Brasilien hat die Mutter eines neun Jahre alten Mädchen exkommuniziert, das nach einer mutmaßlichen Vergewaltigung durch ihren Stiefvater ihre Zwillinge abgetrieben hatte. Auch das Ärzteteam, das sie behandelte, wurde aus der Kirche ausgeschlossen.

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Aufgrund des allgemeinen Abtreibungsverbots lassen nach Behördenschätzungen jährlich rund eine Million Frauen heimlich abtreiben, tausende sterben dabei. Versuche des Gesundheitsministeriums, die Gesetze zu liberalisieren, scheiterten bisher am Widerstand der katholischen Kirche.

(Quelle: Mutter von Vergewaltigungsopfer exkommuniziert | tagesschau.de vom 06. März 2009)

Eine Million von der Kirche für illegal erklärte Abtreibungen ziehen tausende (ehemals wirklich bei Bewusstsein gewesene) Tote nach sich. Wer ist hier eigentlich der tatsächliche Mörder?

Das riecht nach Sippenhaft seitens der katholischen Kirche, wenn nun sowohl die Mutter als auch das Ärzteteam exkommuniziert wird. Gleichzeitig stellt sie sich über die Gesetze Brasiliens, wenn sie den Vorrang der Gottesgesetze über die weltlichen betont. Bei islamischen Ländern wird immer aufgeschrien, wenn sie einen sogenannten „Gottesstaat“ erreichten, und bei den Katholiken soll das Primat der Kirche über den Staat in Ordnung sein? Nicht erst jetzt ist ihnen scheinbar jedes Maß für Menschllichkeit verloren gegangen.

Könnte man diese Kirche nicht auch des Landes verweisen wie diesen blöden Pius-Fascho-Bischof?